Mental Hell

Mental Hell Profilbild mit Vincent, Elias und Micka im Garten. Vincent und Micka stehen, Elias sitzt auf einem Plastikstuhl.

Mental Hell ist der Podcast rund um mentale Gesundheit.

Im Kern ist Mental Hell aber kein Bildungsformat, sondern ein Gespräch auf Augenhöhe. Drei Hosts, ein Psychologe, ein Betroffener und ein Moderator, sitzen nicht im Studio, sondern im Wohnzimmer. Sie sprechen über Depression, Angst oder Überforderung, aber auch über Freundschaft, Männlichkeitsbilder und das Scheitern.

Was auf den ersten Blick nach Unterhaltung aussieht, ist in Wahrheit niedrigschwellige, digitale Prävention. Humor und Empathie ersetzen hier die Distanz, die klassische Gesundheitskommunikation oft ungewollt erzeugt.

70 - 85 %

der Zuschauer*innen sind männlich

      16 - 35

Jahre alt ist die Community

Und mit Mental Hell ist uns gelungen, was klassische Präventionsarbeit seit Jahren kaum schafft: Wir erreichen junge Männer, eine Zielgruppe, die in der Gesundheitskommunikation traditionell schwer zu gewinnen ist.

Zwischen 70 und 85 % unserer Zuschauer*innen sind männlich, die meisten davon zwischen 16 und 35 Jahre alt.

Genau dort, wo Broschüren, Aufklärungsvideos oder Schulaktionen kaum Wirkung entfalten, entsteht auf Twitch, YouTube und Spotify eine neue Art der Auseinandersetzung mit mentaler Gesundheit.

Diese Mischung aus Nähe, Expertise und Haltung ist auch der Grund, warum Mental Hell zunehmend in der Öffentlichkeit Beachtung findet.

Beim ZDF-Beitrag zum World Mental Health Day konnte das Format einem breiten Publikum vorgestellt werden. Auf der IFA Berlin diskutierten wir über neue Präventionssprachen und darüber, wie Humor und Ernst nebeneinander bestehen können. Und auf der gamescom zeigten wir mit „Vincents Sprechstunde“ live vor Ort, dass es funktioniert: Wenn man Menschen auf der Plattform begegnet, auf der sie sich ohnehin aufhalten, entstehen Dialoge, die wirken.

Das Projekt bestätigt damit eine zentrale Hypothese: Effektive psychosoziale Aufklärung muss nicht lauter, sondern relevanter werden. Mental Hell beweist, dass junge Männer erreichbar werden wenn man mit Mitteln arbeitet, die nicht an ihrem Alltag vorbeigehen. Wir schaffen Räume, in denen über Angst, Einsamkeit oder Therapie gesprochen wird, ohne Pathos, aber mit Haltung.

Das Projekt wird auch in diesem Jahr wieder durch unseren Gesundheitspartner, der Techniker Krankenkasse, ermöglicht.

Was den Erfolg von Mental Hell besonders macht, ist die Kombination aus wissenschaftlicher Perspektive und echter Betroffenheit.

Elias, Psychologe und Doktorand an der Charité, bringt fachliche Einordnung ein, Vincent teilt als Betroffener seine persönliche Geschichte und Micka leitet als Moderator mit der nötigen Struktur durch die Folgen. Zusätzlich ist Thomas, auch Psychologe und Doktorand an der Charité, als Mod im Twitch-Chat und kann dort auffangen, was während des Podcasts nichts aufgegriffen wird.

Dadurch entsteht ein Format, das weder belehrt noch banalisert, sondern Gespräche ermöglicht, die in der Twitch-Bubble sonst kaum stattfinden.